Es ist etwas länger her seit unserer letzten Folge der News, die in der Regel keine News sind. Es ist nur der müßige Versuch, der kurzen Aufmerksamkeitsspanne der werten Leserschaft etwas ebenso Kurzlebiges entgegenzusetzen. Manchmal ist das gar nicht nötig, manchmal kommt man einfach nicht dazu: das Thier ist schließlich keine Nachrichtenagentur, es kriegt nicht ein mal eine Presseakkreditierung für die Leipziger Literaturmesse.
Zum einen spekuliert man z.Z. über das Verbot bzw. das volle Blockieren von Telegram (nach Facebook, Instagram und Viber) in Russland im April. Es fängt an mit einem Verbot der Werbung in russischsprachigen Telegramkanälen, die halbwegs offiziell anerkannt, sprich als Medien registriert sind. Am 6. März hat sich der Chef offiziös mit ein paar weiblichen Militäroffizieren getroffen und u.A. eine anwesende Offizierin des Kommunikationsbataillons mit etwas wirrer Wortwahl gefragt, ob sie denn nicht auch rein zufällig der Meinung sei, es schicke sich nicht, ein Kommunikationsmittel zu benutzen, welches nicht gänzlich unter staatlicher Kontrolle stehe. Worauf die Fachfrau nur irgendwas zusammenstammelte, dass die Kommunikation im Bereich des Speziellen Dreitägigen Blitzkrieges „gut arbeite“, und bezeichnete Telegram als „ein feindliches Kommunikationsmittel“. Von den (zweifellos wichtigen) Diskussionen abgesehen, warum die gesamte Unterhaltung so konfus gewirkt hatte, verwirrte nun die hübsche Offizierin Wladimir Wladimirowitsch so sehr oder Wladimir Wladimirowitsch die Offizierin, weisen einige Kommentatoren darauf hin, dass es Putins Lieblingsmasche ist: sich bevorstehende wichtige Entscheidungen quasi „vom Volk“ vorsagen zu lassen. Es kann einfach sein, dass die Frau Oberst einfach ihren Text nicht gelernt hat.
